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In 90 Minuten für sein Lebenswerk geehrt

Eugen Holzwarth erhielt das Bundesverdienstkreuz
Von Ralph Rolli

 

 

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v.l. Joachim Kristen, Eugen Holzwarth, Friedrich Seibold)
v.l: Landrat: Dr. Richard Sigel, Eugen Holzwarth)
v.l. Landrat Dr. Richard Sigel, Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk, Eugen Holzwarth)

029  036v.l. Eugen Holzwarth, Reinhold Sczuka (Bürgermeister Althütte)
v.l. Erich Hägele, Friedrich Seibold)

90 Minuten dauert ein Fußballspiel. Normalerweise. Fast einen Tag hätte es dauern können, um das Lebenswerk, des vielfach engagierten Eugen Holzwarth Außenstehenden zu erläutern. Es dreht sich fast alles um den Sport, aber er schaut auch gerne über den Tellerrand hinaus, wie man bei der Ehrung Anfang November im Bürgersaal der Auenwaldhalle vor 100 Interessierten und geladenen Gästen erfahren durfte.
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Sportkreispräsident Erich Hägele schlug Holzwarth vor

Geehrt wird, wer es verdient hat. Aber ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz kann nur werden, wer es ganz besondere Leistungen verbracht hat. Sportkreispräsident Erich Hägele hatte die Idee und stellte das Lebenswerk von Eugen Holzwarth zusammen und schlug ihn zur Ehrung vor. Landesjustizminister Guido Wolf nahm die Würdigung vor.
(rechtes Fotov.l. Guido Wolf, Eugen Holzwarth, Wilfried Klenk)

038In seiner Festrede dankte er Holzwarth mit den Worten „Danke, danke für ihr Engagement in Auenwald und darüber hinaus.“ Holzwarth sei, dies betonte Wolf, ein Beleg für Vorbild der Gemeinsamkeit und Engagement, er, der Geehrte stehe für die Nachhaltigkeit. Wolf lobte insbesondere die Einstellung („das Bürgertum“) und Holzwarths Lebenswerk, das sich sowohl im Sport, aber auch in die Bereiche karikativ, kirchlich und in die Justiz (2000-2008 Schöffe beim Landgericht Stuttgart) erstrecke. In seinem Schlusswort prägte Guido Wolf einen besonderen Satz: „Eugen Holzwarth, ich sage ihnen für alles Danke. Aber: Danke ist die schärfste Form der Bitte. Bleiben sie weiterhin so tatkräftig. Bleiben sie Bürger.“

 

060Der Sportkreis ist stolz auf ihn

Sportkreispräsident Erich Hägele, auf dessen Initiative hin Eugen Holzwarth die verdiente Auszeichnung erhielt, betonte, dass der Sportkreis stolz sei, so jemanden in eigenen Reihen zu haben. Eugen Holzwarth war es, der zusammen mit Joachim Kristen verantwortlich ist, dass es das Zeltlager Salbengehren gibt und damit, so erklärt Hägele, „können jedes Jahr 1200 Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien dort ihre Ferien verbringen.“  Hägele hob außerdem das Engagement Holzwarths beim TSV hervor und die Pflege zu der englischen Mannschaft in Southampton (Hägele: „Da sind richtige Freundschaften entstanden“)

Alle Ehrungen bisher erhalten

Erich Hägele erklärte, dass Holzwarth sämtliche Ehrungen des WLSB, des WFV und des Sportkreises bereits erhalten hat. Zuletzt 2015 die höchste Auszeichnung: Die Sportkreisnadel in Diamant. Hägele umschrieb Holzwarth mit den Worten: Ein angenehmer Mensch, humorvoll, freundlich, ehrlich, offen, Jugendlichen den Weg weisend – ein wunderbarer Mensch!  Bild 063 einfügen (v.l. Erich Hägele, Eugen Holzwarth)

Seit 1953 Mitglied beim TSV Oberbrüden

Der Sport spielt in Eugen Holzwarth eine große und bedeutende Rolle, seit 1953 ist er bereits Mitglied beim TSV Oberbrüden. Der 1. Vorstand des TSV, Hartmut Wörner, Bild 065 einfügen dankte Holzwarth für seine langjährige Mitgliedschaft und hob hervor, dass dieser seit nunmehr „seit 1973 Jugendleiter des TSV ist.“ Dies ist einmalig beim WFV und vermutlich auch in Deutschland. Seit über 20 Jahren pflegt Holzwarth zudem die Partnerschaften mit Vereinen in Spanien sowie in England. Wörner wünschte Holzwarth, dass er mit ihm noch viele gemeinsame gesunde Jahre beim TSV feiern kann.

Schon mehrfach in Bürgerempfängen ausgezeichnet

041Stolz ist Auenwalds Bürgermeister, Karl Ostfalk, auf seinen Mitbürger: „Auenwald hat ihnen, Herr Holzwarth, schon sehr viel zu verdanken.“ Schon mehrfach wurde der 70-Jährige dafür in Bürgerempfängen ausgezeichnet.

Landrat Dr. Richard Sigel verzichtete auf anderen Termin

Wichtiger die Auszeichnung Holzwarths, als der Landrats-Kongress zum Katastrophenschutz war Landrat Dr. Richard Sigel. Er hob in seiner Rede die Vorbildfunktion Holzwarths heraus und dass er „viele junge Menschen geprägt hat.“   


064Holzwarth bringt Opfergeld weg und Heizung zum Laufen
Humorvoll wurde Holzwarth vom ehemaligen evangelischen Kirchengemeinde Pfarrer Dr. Ingo Sperl geehrt.

Der plauderte aus vielen vergangenen Zeiten und Begegnungen mit dem Geehrten und dessen außerordentlichen Fähigkeiten: „Seit über 50 Jahren trägt er nicht nur jeden Sonntag das Opfergeld an einen geheimen Ort, sondern er hat auch bei der Heizung im Gemeindehaus und in der Kirche ein eigenes System entwickelt.“ Die Glocken hat er jetzt ein wenig länger eingestellt und die Heizung so, dass diese rechtzeitig, unabhängig von der Außentemperatur, einschaltet, so dass niemand frieren muss.  Vieles kann Holzwarth, einen nicht ernst gemeinten Wunsch kann er jedoch seinem ehemaligen Pfarrer nicht erfüllen.  Denn der meinte rückblickend: „Ich habe oft gesagt, wenn er jetzt noch predigen könnte, das wäre es.“

Vier Damen ziehen den Hut vor ihm
Schwungvoll wurde Eugen Holzwarth von vier Damen überrascht. Die vier Leiterinnen der Auenwälder Kindergärten überraschten den frischgebackenen Träger des Bundesverdienstkreuzes mit einem Gedicht und den jeweiligen Schlusszeilen:

„Was er macht, das macht er gut,
wir ziehen vor ihm unseren Hut.“

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Holzwarth dankt nicht nur seiner Frau
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Das Schlusswort gehörte Eugen Holzwarth.
Der dankte zunächst seiner Frau für ihr Verständnis für seine Arbeit, die ihm „große Freude bereitete, in verschiedenen Bereichen und den Horizont erweiterte.“ Ob in der Kirchengemeinde in Ober- und Unterbrüden, die er 1958 begann, in der Kinderkirche, Jugendarbeit, bei Heizung, Renovierungsarbeiten: „Es gab immer etwas für mich zu tun.“ Aber, so Holzwarth: „Ich war immer auf die Mitarbeit anderer angewiesen, deshalb möchte ich die Ehrung mit Allen teilen, die mir geholfen haben.“  Holzwarth betonte, dass es ihm nie eine Mühe gewesen sei, sondern eine Ermunterung weiterzumachen.

Beim Schlusssatz stehende Ovationen
Deshalb, so versprach er, höre er auch heute, nach dieser Ehrung nicht auf. Und er bekam dafür stehende Ovationen.

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Der Verein empfängt und verabschiedet, Musikverein begleitet
Empfangen wurde Eugen Holzwarth von einem Spalier von Jugendlichen seiner SGM Auenwald, abgerundet wurde der Abend durch eine Aufführung der Abteilung Aikido. Musikalisch wurde der Abend abgerundet durch den Musikverein Oberbrüden.

90 Minuten dauert ein Fußballspiel. Normalerweise. 90 Minuten wurden ein Lebenswerk geehrt, welches aber noch nicht zu Ende ist. Es geht quasi in die Verlängerung und darüber freuen sich Alle.
Bilder. Ralph Rolli    

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